Schlichter, einfacher und vom Raumeindruck her „leerer“ präsentiert sich die Pfarrkirche Ternberg nach der Umgestaltung. Das künstlerische Konzept erarbeitete Leo Zogmayer, der für seine herausragenden Erneuerungen von Kirchenräumen bekannt ist.
Die Reduktion ist das Markenzeichen des Kremser Künstlers Zogmayer. Doch will er damit den Gläubigen nicht ihre von Statuen, Bildern und Blumen geprägte „Heimat“ in der so zum vertrauten Raum gewordenen Kirche rauben, sondern eine Konzentration auf das Wesentliche fördern. Es geht ihm um eine „Optimierung“ des Kirchenraums, die das Ziel hat: in der Versammlung der Gemeinde Begegnung mit Gott zu ermöglichen. „Gerade in einer Zeit nur noch schwer zu ertragender Reizüberflutung sehe ich im Schaffen von Leerräumen eine wichtige Aufgabe der Kirche“, so Zogmayer. Er gibt mit seinen Gestaltungen der Liturgie des Zweiten Vatikanischen Konzils eine Form, in der sie ihre Spiritualität entfalten kann. Zum künstlerischen Konzept gehörten für Zogmayer nicht nur die Einrichtung, sondern auch die liturgischen Gewänder und Gefäße, die er ebenfalls für Ternberg gestaltet hat. Die Altartücher hat die Ternberger Künstlerin Auguste Luidold nach Zogmayers Entwürfen angefertigt.