Anfangs spürt man jeden Stein. Zögernd geht man – Schritt für Schritt – und merkt, wie heiß Asphalt sein kann. Der Sommer ist Barfußzeit. Es ist ein empfindsames Schreiten, kein bedenkenloses Dahineilen. In enger Verbindung mit dem Erdboden spürt man den Weg. Dieses behutsame Auftreten neu zu lernen, gilt nicht nur beim Barfußgehen. Es ist eine Lebensart, die nicht niedertrampelt, sondern Rücksicht nimmt. Der Sommer bietet die Chance, ein Gespür zu entwickeln.