Toilettenartikel, genug zum Anziehen für verschiedene Wetterlagen, ausreichend Lesestoff, Batterien, das Ladegerät nicht vergessen. Koffer werden immer größer. Dann die Vorsorge für Blumen, Garten, allenfalls für Tiere. Eine Reise zu machen, und sei es zur Erholung, verursacht zunächst Stress. Da braucht es noch gar keinen Stau.
Da empfiehlt es sich, auf das Evangelium vom kommenden Sonntag zu hören: Jesus schickt seine Jünger hinaus in die Welt – und nicht einmal ein zweites Hemd sollen sie mitnehmen. Wenn man reist, dann soll man vor allem sich selbst mitbringen. In der Zeit des Massentourismus tritt dieser Aspekt zurück: man reist um der eigenen Erholung und des eigenen Vergnügens willen. Doch Reisen kann und soll mehr sein: Ein aufmerksames Zugehen auf die Menschen, die man trifft – von den Angestellten in Quartieren bis zum Personal in der Gaststätte, den Menschen, die einem wie zufällig begegnen. Nicht bloß als Konsument, der für sein Geld eine Gegenleistung erwartet, sondern – eigentlich doch wie die Apostel – mit einer Botschaft. Im Koffer soll Platz für die Freude sein, die man mitnimmt und verteilt auf der Reise.