Papst Benedikt hat vergangene Woche die Verhandlung mit der lefebvrianischen Piusbruderschaft neu geregelt.
Am Mittwoch vergangener Woche hat Papst Benedikt den Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal William Levada, zum Leiter der Kommission „Ecclesia Dei“ ernannt. Diese Einrichtung ist für die Verhandlungen mit der „Piusbruderschaft“ zuständig. Diese Vereinigung war unerlaubt von Erzbischof Lefebvre gegründet worden und hat seither unerlaubt Bischöfe und Priester geweiht.
Gleichzeitig hat der Papst am Mittwoch eine Verfügung (Motu Proprio) veröffentlicht, die die Kommission „Ecclesia Dei“ an die Glaubenskongregation anbindet, da es sich bei den trennenden Fragen vor allem um Lehrfragen – u. a. um die Anerkennung der Aussagen des II. Vatikanums zur Ökumene und zur Religionsfreiheit – handelt. Solange diese Fragen nicht geklärt seien, so der Papst, „hat die Bruderschaft keinen kanonischen Status in der Kirche.“ Er hoffe, dass diese Maßnahmen dazu beitragen, dass jene, die wirklich die Einheit wünschen, zur Kirche zurückkehren.