Ausgabe: 2009/29, Vilnius, Pilger, Linz, Janko, Schwarzlmüller, Litauen, Pöstlingberg
15.07.2009
- Elisabeth Leitner
An die 1500 Kilometer haben die beiden Pilger Ernst Janko und Ernst Schwarzlmüller seit 5. Mai zu Fuß bewältigt. Am 7. Juli sind sie in Linz eingetroffen.
Die beiden Pilger haben sich von Vilnius aus auf den Weg nach Linz gemacht. Am 7. Juli sind sie nun um 10 Uhr am Pöstlingberg eingetroffen – wie lange vorher geplant! Auf ihren Pilgerweg eingestimmt haben sich die beiden während der KIZ-Reise ins Baltikum Ende April. Als Reiseteilnehmer haben sie sich zunächst einige Tage mit den Gegebenheiten in Litauen vertraut gemacht und die Kultur- und Naturschätze des Landes kennengelernt. Am Ende der KIZ-Reise sind die beiden in Vilnius geblieben, um sich als Pilger auf den Weg nach Linz zu machen. Zum Beginn der Pilgerschaft wurden sie von der Botschafterin Andrea Wicke in Vilnius offiziell verabschiedet. „Wir haben viel in Pfarrhöfen und in Privat-Unterkünften geschlafen und dabei Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft erfahren“, erzählt Janko, der diese Reise initiiert und die Routen ausgetüftelt hat. Ein kirchliches Dokument, das die beiden als Pilger auswies, erleichterte die Kontaktaufnahme in den Pfarren.
Wind und Wetter getrotzt. Beeindruckend war für ihn die große Hilfsbereitschaft trotz der oft ärmlichen Verhältnisse, in denen die Menschen leben. Spuren eines alten Jakobsweges haben sie auf ihrer Wanderung entdeckt sowie tapfer Wind und Wetter getrotzt. Der dauernde Regenfall hat den Pilgern schon sehr zugesetzt. Die Rucksäcke haben die Wanderer in einem Wägelchen selbst transportiert. „Diese Investition hat sich sehr bewährt“, meint Janko. Die Höhen und Tiefen einer Pilgerschaft haben beide gut bewältigt, Janko, der bereits sechsmal als Jakobspilger in Santiago war, sagt dazu rückblickend: „Ich bin durch dieses Gehen bestärkt worden. Meine Erfahrung ist: ein Problem löst sich, bevor es entsteht, durch Jakobus“.