Erstmals ist in Tschechien ein verheirateter Priester der ehemaligen Untergrundkirche nach römisch-katholischem Ritus „geweiht“ worden. Weihbischof Maly hat Josef Kofron mit Erlaubnis des Vatikans „sub conditione“ – für den Fall, dass die erste Weihe doch nicht gültig war – geweiht. In der tschechischen Untergrundkirche zur Zeit des Kommunismus wurden auch verheiratete Männer, oft auch wegen der besseren „Tarnung“, zu Priestern geweiht. Wenn sie nach der Wende 1989 das Priesteramt weiter ausüben wollten, mussten sie bisher in die griechisch-katholische Kirche eintreten, da in dieser verheiratete Priester erlaubt sind.