Verreibung. Besonders beiMenschen, die keinen Alkohol vertragen, oder bei Kindern bietet sich das Verreiben von Kräutern an. Zwei Esslöffel Milchzucker, Staubzucker oder Molkepulver in einen Mörser geben. Mit einigen frischen Blättern so lange verreiben, bis eine pulverige, trockene Mischung von meist grünlicher Farbe entsteht. Das kann mitallen Pflanzen gemacht werden, nicht aber mit Rinden undWurzeln. Diese Verreibung messerspitzenweise einnehmen, Kindern kann sie mit einemLöffelchen direkt in den Mund gegeben werden.Zucker- und andere Verreibungen bringen den Wirkstoffe der Pflanzen gut heraus und stellen eine sinnvolle Alternative zu Tinktur, Essenz und Tee dar.
Pulver. Gut getrocknete Pflanzen werden in einer alten Kaffeemühle oder in einem Mörser zu feinem Pulver verrieben. Dafür eignen sich besonders Samen und Wurzeln, aber auch Blätter. Das Pulver kann direkt in den Mund oder bei Kindern zwischen zwei Oblaten eingestreut werden.
Öl. Ein Glas bis zur Hälfte mit Pflanzen füllen und mit Olivenöl aufgießen. Drei Wochen stehen lassen. Wichtig: Ölansätzebrauchen Wärme, aber keinen Sonnenschein (Ausnahme: Johanniskraut). Für die Herstellung sind Olivenöl oderandere gute Öle zu bevorzugen, denn wenn man sich schon die Mühe macht, sollte der Ölansatz auch etwas Besonderes sein.Gutes Olivenöl hält etwa zwei Jahre.