40 Jahre also ist es her, seit der erste Mensch den Mond betrat. Eine Meisterleistung wissenschaftlicher Forschung und Technik wurde das Ereignis genannt. Aber: Warum jubelten all diese Techniker in den Kontrollräumen, als die Landung gelang, und vor allem, als die Astronauten zurück auf der Erde waren? Und warum waren sie – eine kurze Zeitspanne zuvor – in Verzweiflung und Schrecken erstarrt, als ein anderes Team bei einem Test auf der Erde in der Apollo-Kapsel verbrannte? Wären sie bloß Wissenschafter und Techniker gewesen, so wären beide Ereignisse in gleicher Weise interessant, aufschlussreich und dem Fortschritt dienlich gewesen.
Aber: Hier zeigten sich die besten Rechner und Techniker ganz menschlich. Es ist eben doch Grund zur Freude, wenn ein Vorhaben gelingt. Und es ist ein Schmerz, wenn Menschen leiden und scheitern. Unbewusst legen Techniker hier Glaubensbekenntnisse ab. Leben ist das Ziel, nicht das Scheitern. Mit dem gleichen Ehrgeiz, wie Hochtechnologieprojekte zum Erfolg geführt werden, braucht es Aufmerksamkeit für die kleinen Schicksale. Jeder Verhungerte bedeutet eine Niederlage der Forschung. Es gibt auf der Erde noch viel Leben zu entdecken.