BRIEF_KASTEN
Auch als Journalist, der über die Folgen der Klimakrise berichtet. Umso mehr hat es mich gefreut, dass vergangene Woche wieder Tausende auf die Straße gingen. Für nichts weniger als die Frage, wie wir auch in Zukunft noch halbwegs gut auf diesem Planeten leben können.
Insgesamt 15.000 Menschen demonstrierten in Österreich, was ein beachtlicher Erfolg ist. Die drastische Erderwärmung und ihre verheerenden Folgen geraten in der allgemeinen Bevölkerung dennoch allzu schnell aus dem Blick, obwohl sie immer mehr unsere Lebensgrundlagen betreffen (Stichwort Ernteausfälle!). Dabei müssten der Hitzesommer und die anhaltende Trockenheit längst deutlich gemacht haben, dass wir am Klimaschutz nicht vorbeikommen. Umso unverständlicher ist es, dass derzeit darüber diskutiert wird, die Flugabgabe in Österreich wieder abzuschaffen – und damit klimaschädliches Fliegen weiter zu begünstigen. Oder dass ein Rechenzentrum in Oberösterreich gebaut wird, das enorme Ressourcen verschlingen wird. Ärgerlich ist zudem, dass eine konsequente Klimapolitik hierzulande kaum stattfindet, während gleichzeitig gegen Windräder polemisiert wird. Konsequenter Klimaschutz ist alternativlos, weil die globale Erwärmung keine Pause macht. Die Klimapolitik offenbar leider schon.
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