Beate Mayerhofer-Schöpf ist Theologin und Referentin für Spiritualität im Pastoralamt der Erzdiözese Wien.
Papst Leo XIV. hat vergangene Woche auf der Plattform X die absolute Ablehnung der Todesstrafe durch die römisch-katholische Kirche bekräftigt: „Die Todesstrafe ist unzulässig, da sie die Unverletzlichkeit und Würde des Menschen verletzt. Das Gemeinwohl kann geschützt und den Anforderungen der Gerechtigkeit kann Rechnung getragen werden, ohne auf die Todesstrafe zurückzugreifen: Es wurden wirksame Haftsysteme entwickelt, die die Bürger schützen, den Schuldigen aber gleichzeitig die Möglichkeit zur Resozialisierung nicht vollständig nehmen“, schrieb Leo XIV.
Wiewohl der Papst auf keinen konkreten Fall Bezug nahm, dürfte das Zusammentreffen mit Ereignissen in den USA kein Zufall sein: Christa Pike überlebte am 30. September einen Hinrichtungsversuch im US-Bundesstaat Tennessee. US-Kriegsminister Pete Hegseth kündigte die Übertragung einer Militär-Hinrichtung per Livestream an. Erzbischof Paul Coakley, Vorsitzender der US-Bischofskonferenz, nannte dieses Vorhaben des Kriegsministers „die barbarische Förderung einer Kultur des Todes“.

Beate Mayerhofer-Schöpf ist Theologin und Referentin für Spiritualität im Pastoralamt der Erzdiözese Wien.
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