Beate Mayerhofer-Schöpf ist Theologin
und Referentin für Spiritualität im
Pastoralamt der Erzdiözese Wien
Der Weltmissionssonntag, sagte Johannes Laichner, der seit September als Nationaldirektor von Missio tätig ist, lade dazu ein, „über den eigenen Kirchturm hinauszuschauen“ und „über Kontinente und Kulturen hinweg verbunden zu sein“. Der Blick auf andere Länder bereichere auch die Kirche in Österreich. „Wenn uns das gelingt, dann beginnt in der Pfarre die Weltkirche“, sagte Laichner.
Solidarität sei dabei „nie eine Einbahnstraße“: Mission bedeute „Begegnung und Teilen dessen, wovon man selbst überzeugt ist“, sagte der Nachfolger von Pater Karl Wallner. Dieser kehrte nach zehn Jahren an der Spitze von Missio Österreich in sein Heimatkloster Stift Heiligenkreuz zurück.
Der diesjährige Schwerpunkt Äthiopien rückt die Region Tigray in den Fokus. Der dort seit 2022 wütende Konflikt zwischen der Regierung und der Volksbefreiungsfront forderte bereits Hunderttausende Todesopfer und trieb Millionen Menschen in die Flucht. Der Chefredakteur der Missio-Zeitschrift „Alle Welt“, Christoph Lehermayr, sprach vom „größten Krieg des 21. Jahrhunderts“, der dennoch ein „vergessener Konflikt“ sei.

Beate Mayerhofer-Schöpf ist Theologin
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