Beate Mayerhofer-Schöpf ist Theologin
und Referentin für Spiritualität im
Pastoralamt der Erzdiözese Wien
Über eine evangeliumsgemäße und zukunftsfähige Gestalt des Priesteramtes tauschten sich die Pfarrer-Initiative, Wir sind Kirche, die Laieninitiative und Priester ohne Amt sowie die Pfarre Enns-St. Laurenz aus.
Den Auftakt der Tagung machte die Verleihung des Reformpreises „Trompete von Jericho“. Mit ihm werden Menschen ausgezeichnet, die gegen kirchliche Regeln aufstehen, die aus Sicht der Trägergruppen des Preises nicht mehr zeitgemäß sind. Die „Trompeten“ 2026 gingen an die deutsche Ordensfrau Philippa Rath OSB sowie an Theologiestudentinnen der Universität Freiburg. Sr. Philippa Rath setzt sich entschieden dafür ein, dass die kirchlichen Weiheämter für Frauen geöffnet werden.
Die elf Freiburger Theologiestudentinnen, von denen drei bei der Preisverleihung anwesend waren, hatten sich im Frühjahr 2025 offiziell um Aufnahme ins Priesterseminar Freiburg beworben. Sie machten damit sichtbar, dass sie einen Ruf zum Priestertum spüren. Die Preisträgerinnen erzählten in Enns davon, dass sie nicht einfach abgelehnt wurden, sondern dass es in Folge wertschätzende Gespräche mit dem damaligen Regens des Priesterseminars, dem heutigen Eichstätter Bischof Christian Würtz, gab.
Referent beim anschließenden Studientag war der emeritierte Dogmatikprofessor Thomas Ruster aus Dortmund. Er betonte, dass es mit der Frauenweihe noch nicht getan wäre, sondern dass es eine Weiterentwicklung des Priesteramtes brauche, da dies in seiner gegenwärtigen Gestalt auf das Mittelalter zurückgehe. Eine Eucharistiefeier – alle im Kreis um den gleichen Tisch und das gleiche Wort versammelt – schloss das Treffen der Kirchenreformbewegungen ab.

Beate Mayerhofer-Schöpf ist Theologin
und Referentin für Spiritualität im
Pastoralamt der Erzdiözese Wien
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