Beate Mayerhofer-Schöpf ist Theologin
und Referentin für Spiritualität im
Pastoralamt der Erzdiözese Wien
Der Kongress mit dem Kunstbegriff „Verkündschafter“ (Verkünder/Kundschafter) sollte neben der Vernetzung und Schulung der Teilnehmenden auch die Motivation der Ehrenamtlichen und ihr Selbstverständnis als Teil der kirchlichen Verkündigung stärken. Am Beginn des Treffens im Oktober 2016 standen ein paar überraschende und beeindruckende Zahlen seitens des „Netzwerks der pfarrlichen Öffentlichkeitsarbeit der Diözesen Österreichs“, das auch die Tagung organisiert hatte: Die Gesamtauflage aller Pfarrblätter belief sich in Österreich auf rund drei Millionen Stück. „Und Studien aus Deutschland, die durchaus für Österreich auch gelten dürften, zeigen eine hohe Nutzung dieses Mediums: Ein Drittel der Bezieher liest es häufig, ein Drittel ab und zu und ein Drittel nie“, berichtete die Kirchenzeitung. Dass das ideale Pfarrblatt nahe an den Lebenswelten sein sollte, sagte der Linzer Bischof Manfred Scheuer, der gleichzeitig an den Missionsauftrag Jesu erinnerte: „Das Erzählen des Glaubens hat große Bedeutung.“
Eine Teilnehmerin aus dem Seelsorgeraum Bludenz zeigte sich gegenüber der Kirchenzeitung jedenfalls begeistert von dem Kongress: „Es war cool und lässig. Das muss unbedingt wiederholt werden.“ Die lange Anreise aus dem Ländle nach Oberösterreich habe sie nicht bereut. „Das Treffen hat gezeigt, dass wir alle bei der Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam unterwegs sind – mit ähnlichen Herausforderungen und Tätigkeiten.“
Die Tätigkeit der „Verkündschafter“ beschränkte sich bereits vor zehn Jahren dabei nicht mehr auf das gedruckte Wort, wie die Kirchenzeitung betonte: „Genutzt werden neben Pfarrblatt und Schaukasten schon lange auch die sogenannten neuen elektronischen Medien, also die Homepages oder die sozialen Netzwerke im Internet (Twitter, Facebook ...) – auch wenn das Pfarrblatt nach wie vor die höchste Reichweite hat.“

Beate Mayerhofer-Schöpf ist Theologin
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