Indianer und Trapper lernten das Lesen von Fährten schon als Kinder. Detektive wie Sherlock Holmes waren den Tätern „auf der Spur“ und lösten so die schwierigsten Fälle. Wie gut kennst du dich eigentlich mit Abdrücken im Schnee aus?
Am besten sieht man die Spuren im Neuschnee. Fachleute erkennen jede Tierart nach ihren ganz typischen Abdrücken. Bei den Säugetieren kann man Sohlengänger (z.B. den Dachs mit seiner ganzen Pranke), Zehengänger (die Pfote des Fuchses) und Zehenspitzengänger (die Hufe von Pferden) unterscheiden. Und das Trittbild von Laufvögeln (wie der Fasan) ist anders als bei Schwimmvögeln (Enten), denn hier sieht man die Schwimmhäute. Gangart und Geschwindigkeit. Manche Tierarten haben auch ganz spezielle Spurbilder. Der Fuchs etwa setzt seine Tritte mit den Vorder- und Hinterläufen fast gerade hintereinander, wie die Perlen auf einer Kette. Bei der Hasenspur erkennt man die langen Hinterläufe und die kurzen Vorderläufe. Und noch einen Unterschied erkennt man im Spurenbild: Es sieht anders aus, wenn das Tier normal getrabt oder gehüpft ist, als wenn es auf der Flucht war. Auf Abbildungen in Büchern ist es übrigens immer leichter, ein Tier zu erkennen. In der freien Natur gehört schon ein bisschen Erfahrung dazu. Auch Menschen hinterlassen verschiedene Spuren. An den Abdrücken kann man etwa gut erkennen, welche Sohle ein Schuh hat oder wie groß der Schuh ist. Gute Detektive sehen auch, ob der Absatz schon abgetragen ist, ob man gegangen oder ob man gelaufen ist. Polizisten müssen nach Unfällen oft Reifenspuren untersuchen. Sie geben Auskunft darüber, wie schnell der Unfalllenker unterwegs war und wann er gebremst hat.