22.11.2017

Kommentar

Der Koalitionsgeist

Verschärfungen beim Asylwesen, Verschärfungen bei der Mindestsicherung – was aus den Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ bisher bekannt wurde, dürfte das sein, was die einen Wähler/innen befürchtet, die anderen sich gewünscht haben.

Allerdings sollte man seriöserweise das Gesamtpaket abwarten, bevor man zur Beurteilung schreitet. Denn dann erst wird der Geist ersichtlich, der hinter den einzelnen Maßnahmen steht. Die FPÖ beruft sich auf ein „Kulturchristentum“, die ÖVP auf eine „christlich-soziale Weltanschauung“. Am Ende der Verhandlungen wird man sehen, ob man Substantielles im Koalitionsvertrag findet – oder die Nennung des Christentums nur Show war.

Autor/in:  Heinz Niederleitner

Keywords: 2017/47

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