Leserbriefe der aktuellen Ausgabe

Provokation

Ein Gott-Sucher begegnete einem Frommen und reichte ihm einen Rubel: „Sag mir dafür, wo Gott wohnt!“ Dieser antwortete ihm: „Ich gebe dir 100 Rubel, wenn du mir sagst, wo Gott nicht wohnt.“ Wenn er in Syrien wohnt, wieso passierte, was mit Giftgas geschehen ist?
Karl H. SAlesny SDB, Wien

 

Ein Rückschritt in die Unmündigkeit

Wenn Immanuel Kant die Aufklärung als „Ausgang aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit“ definierte, so haben die österreichischen Türken mit 3/4 Mehrheit für eine Verfassung gestimmt, die den „Rückschritt in die selbst gewählte Unmündigkeit“ bedeutet, einschließlich einem Verständnis des Islam, das die autoritäre Scharia über unserer Rechtsordnung ansiedelt. Es geht um die Rücknahme der Aufklärungsoption durch Atatürk vor 95 Jahren.
Diese Situation ist nur sehr schwer auszuhalten. Eine Erleichterung gäbe es, wenn Politiker/innen aller Parteien realisierten, dass hier nur jene Einwanderer auf Dauer leben und arbeiten dürfen, die sich für die Werte der Aufklärung entscheiden, insbesondere für die respektvolle Gleichwertigkeit der Geschlechter. Es kann z.B. nicht angehen, dass muslimische Schüler ungestraft öffentlich abfälligste Bemerkungen über Mädchen ohne Kopftuch machen. Welchen Rückhalt haben Lehrer/innen, die solche Vorfälle ahnden?
Angefangen von der frühkindlichen Bildung bis zum offenen Diskurs über die verfehlte Toleranz mit Intoleranten brauchen wir eine aktive Auseinandersetzung mit der jetzt zutage getretenen kulturellen Gefährdung durch diese Volksgruppe auf allen Ebenen. Hier erwarte ich mir klare Stellungnahmen aus der Politik, und zwar diesmal nicht aus der Reihe der Rechtspopulisten.
Mag. Rolf Sauer, Linz


Populismus

Wenn über Populismus in der Politik geredet und debattiert wird, dann immer nur über den Rechtspopulismus. Aber Populismus bleibt Populismus – gleich, ob links- oder rechtsorientiert!
Populisten beschwören gerne „das gesunde Volksempfinden“ und hetzen auf. Unter der Herrschaft des Mobs führte das im Jahre 1917 zur russischen Oktoberrevolution, 1938 zur „Reichskristallnacht“.
Frau Ruth Wodak meint (Nr. 14), beim Rechtspopulismus sei es anders und „Rechtspopulisten setzen auf die einfache Formel: Wenn die Fremden weg sind, geht es uns gut.“ Ich frage mich, anders als was? Links­populisten setzen auch auf eine einfache Formel: „Wenn die Kapitalisten, Volksfeinde, Volksunterdrücker weg sind, geht es uns gut“ (…)„Auch nachweisliche Politikerlügen bleiben da meistens ohne Folge. Früheren Politikergenerationen habe die Unwahrheit noch den Wahlerfolg gekostet.“ Mir scheint, da wurden Begriffe durcheinander gebracht. Eine Lüge ist immer eine gewollte, aktive Tätigkeit. Wenn ich lüge, überlege ich mir sehr genau, was ich sage, tue. Eine Unwahrheit hingegen, kann auch schon einmal unbewusst passieren, sei es aus Un- oder Halbwissen, Missverständnissen, Ignoranz etc..
Agathe Széchényi, St. Martin i. Ikr

 

Keine Handys

Schade, dass die Caritas glaubt betonen zu müssen, dass sie keine Handys für Geflüchtete kauft, denn diese Menschen sind ohne Handy nochmals viel ärmer und brauchen es, abgesehen von allen Hilfsdiensten, am allermeisten.
Dr. Josef Walchshofer, Linz

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