Fatima!

Ich möchte verspätet zu diesem Thema antworten. In Fatima ist die Gottesmutter zwei Mädchen und einem Jungen erschienen. Kennen Sie diesen Text: Christus hat keine Hände als unsere Hände, er hat keine Ohren …  usw. Das gilt auch für die Gottesmutter und dadurch sind schon viele Früchte und gute Aktionen entstanden, wie z.B. Mary’s Meals, wo jeder um ca. 14 Euro ein Kind ein Jahr lang ernähren, bzw. seine Schulbildung ermöglichen kann. Natürlich hat es den Beigeschmack: schon wieder Geld spenden, aber das haben wir in unserem gesegneten Land am leichtesten zur Verfügung.

Helga Kutzenberger, Bruck-Waasen



Oben und unten

Zur Pfingst-Ausgabe

UNTEN fühlen sich sehr ­viele Menschen, die nicht wissen, wie sie mit ihrem Einkommen ihr Auskommen finden sollen, z. B. Arbeitssuchende, Flüchtlinge, die keine Chance auf Asyl und Arbeit haben, oder Alleinerziehende, denen die Kosten über den Kopf wachsen. Oder Bauern, die mit dem Preisdruck der Agrar- und Lebensmittelkonzerne nicht mehr zurechtkommen. In ­vielen kleinen Gemeinden gibt es keinen Kaufladen, Wirt, Metzger oder Bäcker mehr. Auch viele Pfarren finden keinen Priester mehr und sind auf ehrenamtlich tätige Laien und Helfer/innen angewiesen. OBEN schaut‘s ganz anders aus. Erstens kann man die Probleme der Menschen aus dieser Sichtweise nur sehr oberflächlich erkennen, zweitens verliert man bald den Bezug zur realen Welt. Leider hat auch die Obrigkeit der Kath. Kirche noch nicht begriffen, dass die meisten „Gläubigen“ auf eine von biblisch unbegründeten Zwängen freie Religionsgemeinschaft hoffen. UNTEN und OBEN hat es in unserer Gesellschaft wohl immer gegeben; das wird sich auch in Zukunft nicht vermeiden lassen. Dazwischen gibt es jedoch auch eine EBENE. Warum nützt man sie nicht oder beachtet sie so wenig?

Anton Bumberger, Haibach



Mindestsicherung

Zur Deckelung der Oö. Mindestsicherung, siehe Nr. 24, S. 5 und 10.

Was die Deckelung der Mindestsicherung bewirken wird, ist eine Verstärkung von Not und Armut bei den betroffenen kinderreichen Haushalten. Insbesondere werden die Entwicklungsmöglichkeiten für die Kinder eingeschränkt. Denn für einen sozialen Aufstieg ist gute Bildung die Grundlage. Gute Bildung kostet aber Geld. Die Beschneidung der existenziellen Grundlage bedeutet daher eine Chancenvernichtung für die Kinder. Eine Gesellschaft, welche die Entwicklung jener Generation behindert, die künftig für Wertschöpfung sorgen soll, handelt unsozial und unverantwortlich. Und sie handelt langfristig gegen ihre eigenen Interessen. Diesen Weitblick sollte man von allen Abgeordneten im Oö. Landtag erwarten können.

Josef Pührmayr, Linz, Sozialplattform Oberösterreich



Reiches Land

Schon seit Jahren beherbergen wir viele Flüchtlinge. Manche Politiker/innen wettern über die enormen Kosten, die unser Sozialsystem vernichten würden. Österreich würde in den wirtschaftlichen Abgrund schlittern. Da lese ich aber in der Zeitung, dass Österreich weiterhin eines der reichsten Länder in der EU ist. Beim Wohlstandsindikator, dem tatsächlichen Individualverbrauch pro Kopf, liegen wir sogar fast an der Spitze! Ich meine, da lügt doch einer! 

Rudolf Danninger, Gutau

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